Es gibt nur die eine Chance für den ersten guten Eindruck – Wie E-Learning dabei hilft

Onboarding – eine unterschätzte Chance

Eine aktuelle Umfrage des Stellenportals Stepstone unter 13.000 Fach- und Führungskräften ergab laut wiwo.de, dass viele Unternehmen die Bedeutung eines strukturierten Onboardings unterschätzen. So wurde z.B. nur etwa die Hälfte der Befragten am ersten Tag vom direkten Vorgesetzten in Empfang genommen, bei 15% war noch nicht mal das Team informiert, dass ein neuer Mitarbeiter das Team verstärkt. Und nur etwa 40% nahmen an einer Einführungsschulung teil und erhielten einen Plan zur Einarbeitung.

Der erste Eindruck zählt

Der erste Eindruck vom Unternehmen und dessen Kultur entsteht am ersten Arbeitstag und den darauffolgenden vier Arbeitswochen. Trotz dieser kurzen Zeitspanne ist er jedoch ganz entscheidend für die weitere Entwicklung von Motivation und Engagement des Mitarbeiters. Damit hat das Onboarding letztendlich auch Einfluss auf die emotionale Bindung des Mitarbeiters an das Unternehmen.

Zu dieser emotionalen Bindung zeichnen die Ergebnisse des Gallup Engagement Index von 2018 laut personalwirtschaft.de folgendes Bild:

0 %
der Angestellten verfügen über eine hohe emotionale Bindung an das Unternehmen.
0 %
haben eine geringe emotionale Bindung („Dienst nach Vorschrift“).
0 %
haben keine emotionale Bindung („innere Kündigung“).

Nutzen Sie also diese Chance, Mitarbeiter bereits früh emotional an das Unternehmen zu binden durch eine positive Antwort auf die Frage: Wie kümmert sich mein neuer Arbeitgeber um mich, wenn ich dort anfange? Und übrigens führt eine lange Mitarbeiterbindung konsequenterweise auch zu einer Reduktion der Personalrekrutierungskosten durch gesenkte Fluktuation. Dies bestätigt auch eine Umfrage der Haufe Gruppe (2017) unter 227 Personalverantwortlichen: 59% der Befragten waren der Ansicht, dass ein gezielt eingesetztes Onboarding Fluktuation verringert. Zum Thema Fluktuation hat übrigens gerade das National Business Institute in Texas ausgerechnet, dass die Kündigung eines guten Mitarbeiters bis zu 150% von dessen Jahresgehalt kostet. Ergo: ist die Investition in Onboarding eine sehr lohnende.

Ziele Onboarding

Ziel eines jeden Onboardingprozesses ist es, die Interessen von Unternehmen und Mitarbeiter in Einklang zu bringen. Darüber hinaus soll der Mitarbeiter möglichst schnell in die Lage versetzt werden, Leistungen erbringen zu können und im Team anzukommen. Das heißt mit professionellem Onboarding

  • erhöhen Sie die Produktivität des Mitarbeiters vom ersten Tag an,
  • sorgen Sie für schnelles Ankommen im Unternehmen, sowohl fachlich als auch sozial,
  • steigern Sie die Zufriedenheit ihrer neuen Mitarbeiter,
  • senken Sie die Kosten durch verringerte Fluktuation,
  • und steigern Sie last but not least ihr Image gegenüber neuen Bewerbern.

Wie kann E-Learning unterstützen?

E-Learning ist für viele Aufgabenstellungen des Onboardings bestens geeignet und kann den Arbeitsaufwand im Unternehmen deutlich reduzieren, da es nicht mehr notwendig ist, alle Informationen in Persona zu vermitteln. Zudem sichern Sie mit E-Learning eine gleichbleibende Qualität der Informationsvermittlung.

Welche Inhalte des Onboardings eignen sich gut für E-Learning?

  • Die Vorstellung des Unternehmens, seiner Historie, Werte und Leitbild und allgemeiner Richtlinien (z.B. Compliance)
  • Personalrelevante Regelungen wie Zeiterfassung, Urlaub, Arbeitssicherheit etc.
  • Räumlichkeiten des Unternehmens
  • Zentrale Abläufe und Prozesse
  • Ansprechpartner
  • Unternehmensprodukte
  • Software

Sinnvoll ist es immer, Instrumente zu kombinieren, die Faktenwissen vermitteln und soziale bzw. emotionale Aspekte fördern. Und natürlich ist die ideale Kombination die Kombination von E-Learning im Onboarding und persönlicher Einarbeitung.

Vorstellung der Räumlichkeiten durch einen virtuellen Rundgang

Nehmen Sie Ihren neuen Mitarbeiter mit durch Iihr Gebäude und zeigen Sie ihm die relevanten Arbeitsbereiche. Dazu eignen sich z.B. 360-Grad-Begehungen, die die Räumlichkeiten realitätsgetreu widerspiegeln. Kombinieren können Sie diese virtuelle Rundtour mit zentralen Informationen. Und wieso lassen Sie Ihre neuen Mitarbeiter in dieser Begehung nicht die ersten Aufgaben lösen und hierfür Punkte sammeln?

Eintauchen in die Historie des Unternehmens, seine Werte und das Leitbild

Bei dieser Thematik spielen neben den Fakten auch die Emotionen eine entscheidende Rolle. Bilder, Videos, Erklärfilme oder Podcasts sind hier das Medium der Wahl. Die Historie eines Unternehmens lässt sich z.B. mit einem animierten Zeitstrahl darstellen und/oder Stories aus der Unternehmensgeschichte. Interviews mit Führungskräften und Kollegen, die über ihr Arbeitsumfeld und die Organisation berichten, schaffen Verbundenheit.

Produktvorstellung

Führen Sie Ihre Mitarbeiter Schritt für Schritt an die Produkte Ihres Unternehmens heran. Zur Produktvorstellung eignen sich z.B. interaktive Lernkarten, die als Micro-Learning-Einheiten die einzelnen Produkte abbilden und in Kartensammlungen einen Gesamtüberblick über das Produktportfolio schaffen. Auch in interaktive Lernkarten können audio-visuelle Komponenten ganz einfach eingebunden werden. Und mit integrierten Quizzen können Sie direkt abfragen, wie das Wissen aufgenommen wurde.

Mit der Integration aller Onboardinginhalte in eine gemeinsame Lernwelt schaffen Sie ein ganzheitliches Lernerlebnis für den Mitarbeiter. Durch gezielte Such- und Favoritenfunktionen und eine Medienhistorie schaffen Sie parallel eine über die Onboardingphase hinausgehende Möglichkeit des Performance Supports.

Und ein letzter Hinweis zum Schluss: wie in jedem guten E-Learning leben auch diese Inhalte von Aktualität und Update. Wenn Sie wissen wollen, wie Sie gutes E-Learning gestalten schauen Sie doch mal hier: Wie Sie ein motivierendes E-Learning-Medium konzipieren.

Fazit

Die Investition in Onboarding macht sich doppelt und dreifach bezahlt, denn es leistet einen entscheidenden Beitrag zur Bindung der Mitarbeiter an das Unternehmen. Wichtig dabei ist, das Onboarding so früh wie möglich zu beginnen und als wichtigen Bestandteil der Personalentwicklung konsequent umzusetzen. Und wenn Sie es richtig gut machen wollen: Steigern Sie die Qualität und Resonanz Ihres Onboardings durch den Einsatz elektronischer Lernmedien.

Welche Potenziale sehen Sie beim Einsatz von E-Learning im Onboarding? Über Ihre Kommentare freuen wir uns.

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